Eine Frage der Legitimität

Februar 12, 2013 in Ägypten, Christian Wolff

Viel hat man sich erwartet von der „arabischen Revolution“, vom „Frühling in der arabischen Welt“, vom Aufbruch nach dem Sturz des „Diktators Mubarak“. Viel hatten sich auch die Demonstranten erwartet: „Freiheit, Gerechtigkeit und Würde“ waren die ersten Slogans, die skandiert wurden. Hinzu kamen später Demokratie, Gleichberechtigung und im Westen wollte man deutlich den Ruf nach Säkularismus verstanden haben. Im Westen da hoffte man auf Rechtsstaatlichkeit, Trennung von Religion und Staat, schlicht auf eine liberale Demokratie, wie es sie in Frankreich, Deutschland oder Großbritannien gibt.

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Präsidenten und ihre Paläste: Mursi und die Verlockung der Macht

Januar 31, 2013 in Ägypten, Allgemein

 

Ägypten kommt seit dem Rücktritt von Hosni Mubarak nicht zur Ruhe. Staatspräsident Mursi – im Vorfeld der Wahlen noch als „Ersatzreifen“ für den eigentlichen Kandidaten der Muslimbruderschaft, Khairat al-Shatir, verspottet – überraschte nach der Wahl im Sommer 2012 viele Beobachter und Analysten. Rest des Eintrags ansehen →

Realpolitik in the Making

Juni 25, 2012 in Ägypten, Christian Wolff

Ägypten ist ein von Macht- und Realpolitik geprägtes Land. Dies war in den Zeiten der autoritären Regime von Nasser, Sadat und Mubarak sichtbar; wie sehr diese Art des Handelns in der ägyptischen Politik verankert ist, kann man heutzutage im Kontext der Errichtung demokratischer Institutionen lernen.

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Die Muslimbruderschaft und die Präsidentschaft

April 27, 2012 in Ägypten, Christian Wolff

Die ägyptische Muslimbruderschaft ist seit der Parlamentswahl 2011/2012 vor Probleme gestellt, die sie in dieser Art und Weise bisher nicht kannte. Interne Debatten werden öffentlich geführt und rezipiert, der Mythos der einzig ernstzunehmenden Oppositionskraft ist verschwunden, das pluralistische Parteienspektrum zwingt zu neuen Positionierungen. Und jetzt auch noch die Präsidentschaftskandidatur.

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Warum es keine Facebook-Revolution war

Oktober 17, 2011 in Ägypten, Christian Wolff

In der aktuellen Ausgabe der deutschsprachigen „WIRED“ kommentiert Richard Gutjahr auf interessante Weise die Entwicklung eines so genannten „Silicon Valley“ in Israel. Der Kommentar ist durchaus lesenswert, beinhaltet aber eine Einleitung, die diskutabel ist: “Nach Tunesien, Ägypten und anderen Nachbarstaaten hatte also auch Israel seine Facebook-Revolution.”

Dieser Satz klingt so einfach und er passt hervorragend in die schöne neue Welt, die sich durch Begriffe wie Web 2/3/4.0, Twitter und Social Media so simpel, wie unzureichend beschreiben lässt. Es klingt nach Revolution, nach Umsturz vorhandener Systeme der Unterdrückung. Nach demokratischem Diskurs, an dem endlich auch diejenigen Teilnehmen können, die der deliberativ-kooperative Ansatz ebenso vergessen hat, wie das bürgerlich-liberale Konzept sie nicht teilhaben lässt.

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